Wetterextreme in Deutschland 1900 – 2000

Quelle: Deutsche Wetterdienst (DWD) Offenbach am Main
Die mit einer hellgelben Markierung versehenen Texte stammen aus anderen Quellen

HITZE | TROCKENHEIT

Monat/Jahr Ereignis
1921 Höchster Jahreswert der Sonnenscheindauer in Nürnberg: 2477 Stunden.
August 1944 Hitzewelle, in Berlin 10 aufeinanderfolgende Tage mit über 30° C.
Sommer 1947 Wärmster Sommer des Jahrhunderts (Deutschlandmittel: 18,5° C).
Juli 1952 Hitzewelle in Mitteleuropa. 200 Tote in der damaligen Bundesrepublik Deutschland, Max.-Temperatur: 39,6° C.
Dezember 1955 Extreme Trockenheit, Schifffahrt auf dem Rhein kommt völlig zum Erliegen. Pegel Köln: 83 cm.
Juli 1956 Große Dürre in Schleswig-Holstein.
27.6. – Mitte Juli 1957 Extreme Hitzewelle fordert Hunderte von Toten, Wasserknappheit, großes Fischsterben in den Gewässern von Hamburg.
Sommer 1959 Jahrhundertsommer. Dürre und Hitze in Norddeutschland, Trinkwasserrationierung. Gesamter September ohne jeglichen Niederschlag.
Jan. + Febr. 1975 Teilweise mildester Januar und Februar des Jahrhunderts.
Juni 1975 Trockenster Juni seit 1891 in Schleswig-Holstein, einer der nassesten Junimonate dagegen in Baden-Württemberg.
August 1975 11 – 15 aufeinanderfolgende Sommertage im norddeutschen Tiefland, wärmster August seit 1851. Längere Waldbrände, besonders in der Lüneburger Heide.
Juni und Juli 1976 16 Tage hintereinander werden 30° C überschritten, gebietsweise fällt sechs Wochen lang kein Regen: Hitzeschäden an Autobahnen und Industrieanlagen, Dürreschäden in der Landwirtschaft. Niedrigwasserstand am Rhein.
24.12.1977 Temperaturspitze am Heiligabend in Baltersweiler (Nordsaarland): +13° C! Das sind 5 Grad mehr als die zweithöchste Temperatur in diesem Dezember. Schon am nächsten Tag ist es "nur" noch +6° C warm.
Sommer 1982 Sehr warmer Sommer, 6 Wochen Trockenheit.
Der Sommer 1982 ist von Mai bis September durchgehend sonnig.
Sommer 1983 Langer trockener und heißer Sommer. Mit 40,2° C wird am 27.07.1983 in Gärmersdorf bei Amberg (Oberpfalz) die bislang (2001) höchste Temperatur in Deutschland gemessen.
Am Anfang stand im Juni die durch starke Regenfälle ausgelöste Jahrhundertflut im Süden und Osten. Dann besserte sich das Wetter aber rasch. Der Juli und August fielen extrem trocken aus. Dennoch gab es im Verlauf kräftige Hitzegewitter.
Winter 1989/90 Teilweise der mildeste Winter des Jahrhunderts. 16.12.: 21,7° C.
Juli 1994 Heißester Juli des Jahrhunderts in Norddeutschland (Mittelwert um 23° C). In diesem Monat wird auch die höchste monatliche Sonnenscheindauer am Kap Arkona auf Rügen mit 403 Stunden gemessen.
18. – 20.07.1996 Ungewöhnliche Kälte: In Husum am 18.07. 0° C, 19./20.07.: Bodenfrost bis –2° C.
2000 Wärmstes Jahr im Mittel über ganz Deutschland (9,9° C). Höchste Jahresmitteltemperatur in Kehl und Freiburg (jeweils 12,8° C).

KÄLTE | SCHNEE

Monat/Jahr Ereignis
Jan./Feb. 1929 Kältewelle in ganz Europa, Jahrhundertwinter. Kältester Winter seit 1893. Bei Bingen ist der Rhein zugefroren. Viele Bewohner [Bingens] nutzen die seltene Gelegenheit, den Fluss nicht mit dem Schiff, sondern zu Fuß zu überqueren. Die bislang (2001) niedrigste Temperatur in Deutschland wird mit –37,8° C am 12.2.1929 in Hüll, Ortsteil von Wolnzach, Kr. Pfaffenhofen (Niederbayern), gemessen.
Winter 1931/32 Langandauernder und schneereicher Winter im Bayerischen Wald. Der Schnee ist zwei Meter tief. Erst Ende Mai ist der letzte Schnee verschwunden.
Winter 1939/40, 1940/41, 1941/42 Drei sehr kalte Kriegswinter hintereinander, die sich auch spürbar auf das Kriegsgeschehen auswirken. Am 22.01.1942 kälteste Nacht in Freising: -30,5° C. Am 2.4.1944 wird auf dem Zugspitzplatt (in 2650 Meter Höhe) eine Schneedecke von 830 cm gemessen.
Jan./Feb. 1947 Kältewelle über Mitteleuropa, Schneekatastrophe. Strengster Winter im Nordseegebiet.
Februar 1956 Strenge Kälte, große Vereisung der Küste und des Wattenmeeres, Inseln müssen mit dem Flugzeug versorgt werden.
07.05.1957 Kälteste Mai-Nacht seit Beginn der Aufzeichnungen (-5° C an der Küste).
Mitte Dez. 1957 Kältewelle über Norddeutschland, -30° C in Hannover.
28.05.1961 Heftiger Kaltlufteinbruch in Deutschland, Schnee bis in die Niederungen.
Winter 1962/63 Dritter Jahrhundertwinter seit 1929 und 1947, Eisschollen auf dem Rhein, 125 Frosttage. Kältester Winter der 2. Jahrhunderthälfte. Bodensee in seiner ganzen Fläche zugefroren.
Sommer 1962 Kältester Sommer in den alten Bundesländern seit 111 Jahren, teilweise nur an einem Tag über 25° C. In Kempten fällt noch im Juni Schnee, der zu einer Schneedecke von 4 bis 6 cm führt.
Febr./März 1969 Schneesturm in Norddeutschland mit Schneewehen bis 3 Meter.
Winter 1969/70 Schneereichster Winter im Nordosten Deutschlands, in Potsdam 70 cm Schnee. Ende November 1969 – Ende März 1970 in Berlin ununterbrochen eine geschlossene Schneedecke. Heftige, nächtliche Schneestürme schaffen in ganz Niedersachsen ausgiebige "Weiße Ostern" (27. - 29. März).
19./20. März 1974 Starke Schneefälle in West- und Süddeutschland. Verursacht durch einen Kaltlufttropfen in der Höhe, der von NO nach SW über Deutschland hinwegzieht. Vermutlich einer der massivsten und vor allem langandauerndsten Frühjahrs-Winter der letzten Jahrzehnte. In der Zeit vom 16. 3. – 11. 4. liegt die mittlere Tagesmitteltemperatur bei +1,2° C für das Nordsaarland. Damit ist es hier um rund 5 – 6 Grad kälter als normalerweise. Also ein wirklich kurioser Temperaturverlauf, mit einem Frühjahr, das kälter war als der vorangegangene Januar!
Schneekatastrophe 1978/1979 Am Silvestertag zieht ein kleines, aber äußerst wetterintensives Sturmtief entlang einer Luftmassengrenze über die Mittelgebirge hinweg nach Osten. In der Silvesternacht vor allem im Norden und Westen Deutschlands heftiger Temperatursturz. Während in Süddeutschland (Biergartenwetter in München) bis zu 12° C gemessen werden, beschert der nunmehr bereits dritte Schneesturmtag in Folge dem Norden Temperaturen von -10 bis -15° C. Hochwasser an der Ostseeküste. Schneeverwehungen bis 6 m, 150 Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. Stahl- und Kohleproduktion unterbrochen. Mindestens 17 Menschen erfrieren. Massensterben von Schweinen, Hühnern, Küken. Gesamtschaden: 146 Mio. DM.
Am 13. Februar 1979 – die Verwehungen des Ereignisses sechs Wochen davor waren noch nicht abgetaut – kam es erneut zu starken Schneefällen und Schneeverwehungen mit ähnlich gravierenden Auswirkungen. Mitte März 1979 gab es eine dritte Schneewelle.
Der Winter gehört zu den zehn schwersten Wintern der Nachkriegszeit in Norddeutschland. Mit 67 Tagen geschlossener Schneedecke (28. Dezember 1978 – 4. März 1979) stellt die Saison einen Rekord seit dem Hungerwinter 1946/47 auf. Bei den mittleren Schneehöhen wurde sie nur von den Wintern 1984/85 und 1986/87 übertroffen (Quelle: Wikipedia: Schneekatastrophe in Norddeutschland 1978).
Winter 1984/85, 1985/86, 1986/87 Drei sehr kalte Winter in Folge. 14.01.1987: Wetterkapriolen in Eisleben. Auf Grund der extremen Kälte bricht im Kreisgebiet die Energieversorgung teilweise zusammen. Am 12.01.1987 werden im Kreis Hettstedt stellenweise -26° C gemessen. 1987: Zweitkältestes Jahr in Hannover: 8,3°C im Mittel.
Der Winter im Jahr 1986 ist kalt und hartnäckig. Schneedecke bis in den März hinein.
21.12.1996 – 12.01.1997 Drittlängste Frostperiode seit 1947: Packeis auf der Weser. Vereisung, Fährverbindungen zu den Inseln in Nord- und Ostsee behindert.

STÜRME | TORNADOS | WINDHOSEN

Monat/Jahr Ereignis
22.05.1907 Tornado in Solingen zwischen 15.45 und 16.00 Uhr, 1 Toter, 25 zum Teil schwer Verletzte.
06.11.1911 Tief über Nordeuropa (950 hPa) und Hoch, das nördlich der Azoren bis nach Frankreich reicht, bewirken schwere Stürme über Mitteleuropa aus Süd und Südwest mit orkanartigen Böen über dem gesamten Küstengebiet. Sturmflut in der deutschen Bucht, die zu Dammbrüchen, Beschädigung von Gebäuden und starkem Verlust an Vieh führt.
12.05.1912 Tornado in Sehlis bei Taucha (Sachsen) gegen 23 Uhr. Annähernd 20.000 Festmeter Holz umgebrochen, darunter Eichen von 80 cm Durchmesser. Aus der neuerbauten Schule wird eine Wand herausgedrückt und der damalige Leiter Voigt kann von Glück sagen, daß er nicht im Bett in den Hof gefallen ist.
27.05.1916 Windhose in Chemnitz. Die Wolke, in der man eine gewaltige aufsteigende Rauchsäule zu erkennen glaubt, hält sich minutenlang in der Luft auf der gleichen Stelle, während Staub und allerhand Gegenstände, wie zersplitterte Dachbalken, starke Äste von Bäumen, Teile von Dächern, Ziegeln, Leitungs- drähte usw. in einer Höhe von vielleicht hundert Metern wild durcheinander gewirbelt werden.
23./24.10.1921 Tief über der östlichen Ostsee mit starkem Druckgefälle zu einem Hoch über England. Sturm mit Orkanböen bis Stärke 11/12 Bft. an den deutschen Küsten (Nord- und Ostsee). Herabgeschleuderte Dachziegel, entwurzelte Bäume, große Schäden für Schifffahrt und Fischerei (0,5 Millionen Mark Schaden in der Region Swinemünde), Menschen ertrunken. Hamburg meldet Schäden in Millionenhöhe.
01.06.1927 Tornado in Lingen gegen 5 Uhr nachmittags. Das oberste Ende des Schlauches scheint über dem Lingener Rathaus zu liegen. Rings um den grau-gelben Raum wirbeln Luftmassen in breiter Ausdehnung von etwa 50 – 60 m mit Linksdrehung und wirbeln Papier, Zeug, Bretter, Balken und Steine durch die Luft.
08.07.1927 Schwere Gewitter im Erzgebirge, Sturm, Flüsse treten über die Ufer, 145 Tote.
November 1930 Ein orkanartiger Sturm richtet in München große Schäden an. Fenster, Dach und die Turmuhr erleiden Schaden. Ein Orkan zerstört in der Nacht vom 22. zum 23. November die Südtribüne des Stadions von Kaiserslautern vollständig.
17.06.1931 Ein Tornado richtet binnen weniger Minuten insbesondere in den Ortsteilen des Elsetals (Sauerland) erhebliche Schäden an Wohngebäuden, Fabrikanlagen, Verkehrseinrichtungen und Waldbeständen an. Landwirte verlieren durch einstürzendes Mauerwerk und herabfallende Dachkonstruktionen ihr Vieh. Auch zwei Tote sowie vierzig Verletzte sind die Folge dieser Katastrophe.
15.09.1950 Tornado in Hannover.
12.06.1957 Eine Windhose über dem Freibad Humboldthain im Berliner Stadtteil Wedding wirbelt die Kleidungsstücke der Badegäste von der Liegewiese bis zu 50 m hoch in die Luft.
21., 23., 28.02.1967 Schwere Stürme im gesamten Bundesgebiet. Im Nordseeküstenbereich Untergang mehrerer Schiffe, Deichbrüche, Überschwemmungen.
10.07.1968 Der Tornado von Pforzheim ist wohl der schlimmste, der in den letzten Jahrzehnten in Deutschland gewütet hat. Er zieht am Abend des 10. Juli über den Süden Pforzheims hinweg, insgesamt ist die Zugbahn 30 Kilometer lang. Dabei entstehen Schäden in Höhe von rund 130 Mio. DM, und allein in Pforzheim werden 1.750 Häuser beschädigt. 2 Menschen kommen in Ottenhausen (westlich von Pforzheim) ums Leben, und im Stadtgebiet werden mehr als 200 Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt. In den Wochen danach verunglücken noch einmal 130 bei den Aufräumarbeiten. Ein Dachdecker stirbt dabei.
12./13.11.1972 Niedersachsen-Orkan: Tief bewegt sich innerhalb von 24 h von Westirland (12.11.) zur südwestlichen Ostsee (13.11.), vertieft sich rapide von 983 auf 959 hPa, als es das Gebiet der Deutschen Bucht erreicht. Sturm (in Bremen Windböen bis 154 km/h) fordert insgesamt 47 Todesopfer in Deutschland.
31.03. – 03.04.1973 Sturm über weiten Teilen Deutschlands. Starker und schneller Sturm, ähnlich wie Niedersachsen-Orkan von 1972. Böen bis 180 km/h (Schwarzwald).
05.05.1973 Kieler Tornado richtet schwere Schäden in Kiel und Umgebung an. Starkregen, Hagel und Sturmböen. Gesamtschäden: 30 Mio. DM. Ein Toter.
Juli 1986 In der Nähe von Karlsruhe hinterlässt ein Tornado eine 9 Kilometer lange und etwa 300 Meter breite Schneise in Wäldern. Es gibt Millionenschäden, unter anderem ca. 1000 Festmeter Kleinholz.
18.07.1987 Über Hitzacker im Kreis Lüchow-Dannenberg zieht ein Tornado, der 70 Häuser zum Teil schwer beschädigt. Schornsteine und Dächer werden zerstört, und der Sturm hinterlässt eine 4,5 Kilometer lange Waldschneise.
23.09.1987 Der Ort Gertenbach (Hessen) wird fast völlig zerstört, ein Tornado zieht eine etwa 200 Meter breite Trümmerschneise durch den Ort.
07.10.1988 Durch einen Wirbelsturm mit einer Ausdehnung von 300 Metern werden in Trier große Platanen zerfetzt wie Streichhölzer, eine Spur der Verwüstung zieht sich bis in die Trierer Innenstadt.
16.03.1989 Mitten in der Düsseldorfer Innenstadt entwickelt sich gegen 16:28 Uhr während eines außergewöhnlich kräftigen Gewitters mit nussgroßen Hagelkörnern eine Windhose, die eine Schneise der Zerstörung hinterlässt.
25./26.01.1990 Wintersturm Daria: Orkantief über Schottland (955 hPa), Ausläufer überqueren Deutschland. Orkanböen bis 172 km/h, großflächig 120 – 130 km/h. Landverluste an der Südspitze von Sylt. In Schleswig-Holstein ca. 3.000 Bäume entwurzelt.
26. – 01.03.1990 Sturmtief Vivian über der nördlichen Nordsee (950 hPa) bewegt sich rasch nach Nordosten und vertieft sich dabei auf 940 hPa am 27. Schwerer Sturm über ganz Deutschland, Windgeschwindigkeiten weiträumig von 120 – 130 km/h, Orkanböen bis 265 km/h. Vier aufeinanderfolgende schwere Sturmfluten in Hamburg. 3 Tote, 2 Mrd. Gesamtschäden. Kurz danach, am 28.02., folgt ein weiterer Sturm (Wiebke) mit Spitzenböen von immerhin noch 205 km/h in den Bergen. Aber auch in den tieferen Lagen Bayerns erreichen die Stürme nahezu überall Orkanstärke (maximale Geschwindigkeit > 117 km/h); vielerorts kommt es zu Spitzenböen zwischen 160 km/h und 180 km/h.
21./22.07.1992 In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch richten Orkanböen und Starkregen mit Hagel in ganz Oberfranken verheerende Schäden an. Teile des Straßenbelages mit einer Stärke von ca. 15 cm und einer Größe bis zu drei Quadratmetern werden ins Tal gespült, reißen Mauern, Geländer, Treppen u.m. nieder.
13.01.1993 Das Orkantief Verena bringt Kiel wohl einen der heftigsten Orkane! Windgeschwindigkeit auf dem Flugplatz in Kiel-Holtenau 150 km/h.
29.06.1997 Eine Squall-Line überquert am Abend des 29. Juni große Teile des nordwestlichen und mittleren Deutschlands. Verbreitet kräftige Gewitter mit Hagel und schweren Sturmböen. Extreme Waldschäden im Bereich Bissendorf (Niedersachsen), wo zwei Tornados eine 10 km lange Schneise hinterlassen. Ein Augenzeuge beobachtet, wie ein Tornado eine 10 – 13 m hohe Gruppe aus 3 Birken und 4 Pappeln, deren Wurzeln zu einem ca. 8 – 9 m Durchmesser großen Teller verwachsen sind, als Ganzes mehrere Meter anhebt, waagerecht in der Luft schweben und schließlich wieder zu Boden fallen lässt.
26.12.1999 Orkantief Lothar: Schwere Sturmschäden, vor allem in Südwest- und Süddeutschland. Es entwickelt sich in kurzer Zeit aus einer Wellenstörung über dem Atlantik und wandert rasch auf den Kontinent zu. Sein Kern bewegt sich über Nordfrankreich nach Deutschland über Trier, Frankfurt und Jena Richtung Ostnordost. Stärkste Winde an der Südseite des Orkantiefs. Maximum über ganz (Süd-) Deutschland: 259 km/h am Wendelstein.
28./29.05.2000 Sturmtief Ginger verlagert sich am 28. vom Ärmelkanal nordostwärts über die äußere Deutsche Bucht. In Westdeutschland erreichen die kräftigsten Böen 100 km/h. Bäume entwurzelt, Windkraftanlage in Norderney zerstört.
19.08.2000 Tornado im Westerwald

STURMFLUTEN | HOCHWASSER | ÜBERSCHWEMMUNGEN

Monat/Jahr Ereignis
03.08.1901 Schweres Hochwasser in der Fränkischen Schweiz nach Gewitter. Nankendorf: In Scheune und Schweinestall steht das Wasser über einen Meter hoch und die untergebrachten Schweine sind nur dadurch gerettet worden, daß der Futterbarren und das Holzwerk losgerissen wurden, auf welchen sie Schutz hatten, resp. ihre Köpfe über Wasser halten konnten.
26.08.1901 Stürmische Westwinde führen zu einer ungewöhnlich hohen Flut, die große Schäden in den Seebädern an der Nordsee verursacht. Viel Vieh ertrinkt.
19./20.03.1903 Sturmflut der Ostsee, Schäden in Peenemünde. Dabei reißen die Wasser- massen große Teile des Laufsteges zur Schanze und der Landungsbrücken weg, setzen Gebiete des Weidelandes unter Wasser und lassen diese für den Viehauftrieb unbrauchbar werden.
21.11.1903 Ein stationäres Tief an der norwegischen Küste (725 mm Hg bzw. 965 hPa) bewirkt einen Sturm an der Nordseeküste. Folge sind viele Schiffsunglücke und Zerstörungen an Land.
06. – 08.04.1904 Ein Tief bewegt sich nach Skandinavien. Ein kräftiger Südwestwind (Bft. 10) dreht auf Nordwest und löst an der Nordseeküste eine Sturmflut aus. In Altona richtet das Hochwasser schwere Schäden am Övelgönner und Neumühlener Strand an. U.a. werden Bootsstege zerstört, an der Eider Häuser abgedeckt, Telegraphenmasten und Bäume umgeknickt. Schafe ertrinken.
08./09.11.1904 Ein Tief auf dem Weg zum Skagerrak löst einen Sturm von langer Dauer aus, der an der Nordsee zu einer ungewöhnlich hohen Sturmflut führt. Es gibt Überschwemmungen, Vieh ertrinkt, Bäume und Häuser erleiden Schäden.
30./31.12.1904 Außerordentliche Sturmfluten an Nord- und Ostsee. Windstärke 10-11 Bft., NW- Wind am 30. an der Nordsee und NO-Wind am 31. an der Ostsee. Schiffe stranden, versinken, Überschwemmungen, etwa 900 Stück Vieh ertrinken.
08. – 16.03.1906 Mehrere Sturmtiefs lösen verheerende Sturmfluten, besonders an den Nord- seeküsten aus. Emden: Spitzenwert 50 cm höher als bei der außerordentlichen Sturmflut 1825. Cuxhaven: Seedeich in Döse durchlöchert.
09.01.1908 Tief in der Gegend des Harzes (985 - 978 hPa) führt zu Nordoststurm über Nord- und Ostsee. Hamburg, Kiel, Friedrichstadt, Flensburg, Rostock etc.: Starkes Schneetreiben, Hochwasser, Sachschäden (Fischerboote, Brücken, Telefonnetz etc.), Bahnverkehr unterbrochen, Menschen umgekommen.
14.02.1909 In den Februartagen des Jahres 1909 bricht eine ungeheure Hochwasserkatastrophe über die östliche Altmark herein. Die Ursache dazu liegt bereits am Oberlauf der Elbe, im damaligen Böhmen. Von dort her bewegen sich bei Beginn des Tauwetters gewaltige Eismassen elbabwärts, die sich im Gebiet der Altmark zu undurchdringlichen Eisbergen anstauen. Am 14. Februar mittags bricht der 1846 gebaute sogenannte "Neue Deich" bei Berge. Die Wasser der Elbe überfluten dort die Besitzungen und heutigen Dörfer Büttnershof, Sandauerholz und Kannenberg.
02. – 05.12.1909 Tief über Irland zieht nach Osten und vertieft sich dabei (bis auf 945 hPa), SE/SW-Stürme bis Stärke 11/12 Bft. 4.12.:Schwere Sturmflut an der Nordseeküste.
06.11.1911 Tief über Nordeuropa (950 hPa) und Hoch, das nördlich der Azoren bis nach Frankreich reicht, bewirken schwere Stürme über Mitteleuropa aus Süd und Südwest mit orkanartigen Böen über dem gesamten Küstengebiet. Sturmflut in der deutschen Bucht, die zu Dammbrüchen, Beschädigung von Gebäuden und starkem Verlust an Vieh führt.
31.12.1913 Ein Tief über Kontinentaleuropa bewirkt mit stürmischen Nordostwinden (bis Windstärke 11 Bft.) eine verheerende Ostseesturmflut.
13.01.1916 Tief über Nordeuropa ruft Sturmflut durch Nordwest- bzw. Weststurm (Stärke 10 - 11 Bft.) mit orkanartigen Böen hervor. Hauptsächlich Nordseeküste betroffen. Wasser mit großer Gewalt in die Flüsse gedrückt (besonders Elbe). Deiche gebrochen und beschädigt (Aufweichung der Deichkronen durch vorherigen Dauerregen), Dünen beschädigt, Überschwemmungen.
16./17.02.1916 Tief über der Nordostküste Schottlands verlagert sich nach ESE über die Nordsee und verstärkt sich. Am Abend ist es nahe Jütland (959 hPa), überquert Dänemark und Südschweden über Nacht. Starke Stürme über der südlichen Nord- und Ostsee. In der Nacht vom 16. auf den 17. Windstärken bis 11/12 Bft. aus westlichen Richtungen. An den Küsten Sturmflut. In Friedrichstadt bei Husum steigt die Flut höher als 1825 bzw. 1911. "Heftigste Sturmflut seit Menschengedenken" auf den nordfriesischen Inseln (Föhr, Amrum, Sylt). Überschwemmungen, Flutschäden, Strände und Strandschutzmaßnahmen innerhalb weniger Stunden zerstört, Deiche gebrochen oder beschädigt, Vieh ertrunken, aber keine Todesfälle.
10.10.1926 Schwere Nordsee-Sturmflut, Helgoland-Unterinsel überschwemmt.
26.11.1928 Sturmtief über Mitteleuropa löst Nordseesturmflut aus. Verwüstungen, Hindenburgdamm und Westerland unter Wasser, Abbrüche auf Helgoland, Norderney.
06.07.1931 Verheerendes Hochwasser im Schwarzwassertal/Erzgebirge. Nach Temperaturen über 25° C Gewitter mit Starkregenfällen, Bäche treten über die Ufer, Bäume und Gebäude weggerissen. Flutwellen im Ort Schwarzenberg ca. 1 Meter hoch.
26./27.10.1936 Nachdem die Sturmflut am 18.10. an der Nordseeküste (nordfriesische Inseln besonders hoch, weil Springflut, Hochwasserzeit und Windstau zusammen kamen) aufgrund der neu gebauten Deiche in Schleswig-Holstein glimpflich abgelaufen ist, verlagert sich am 26. /27. ein Tief von westlich der Hebriden (974 hPa) nach Südnorwegen (965 hPa). Sturm über den Britischen Inseln, der Nordsee und ihren Küsten, Dänemark und der südwestlichen Ostsee. Am Abend des 26. sogar Windstärke 10 Bft. im unteren Rheinland. Feuerschiff "Elbe 1" versinkt (meldet vorher Windstärke 11 – 12), 15 Menschen ertrinken.
März 1947 Schnelles Tauwetter und langanhaltende Regenfälle führen zu Hochwasser. Oder-Deiche brechen.
01.02.1953 Der Hollandorkan, der am Tag zuvor (31.01.) schwere Verwüstungen in Holland angerichtet hatte, bei dem 2000 Menschen starben, hat sich nach Mitteldeutschland verlagert und zieht rasch nach Südosten ab. Zeitweise Bft. 12 in der Deutschen Bucht, Sturm- und Flutschäden an der ostfriesischen Küste und auf den Ostfriesischen Inseln.
08. – 10.07.1954 Am 8. Juli 1954 bricht über die Stadt Passau eine Hochwasserkatastrophe herein. Ein harter Schicksalsschlag für das Passauer Handwerk: Rund ein Viertel der Betriebe befindet sich in dem vom Hochwasser überfluteten Gebiet. Die Wassermassen sind so schnell über die Drei-Flüsse-Stadt hereingebrochen, daß viele Maschinen und Vorräte nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit geschafft werden können. Frische Semmeln und Brezeln werden in Passau plötzlich Mangelware: In den drei wichtigsten Bäckereien kann nicht gearbeitet werden. Zwei Tage später wird auch die damalige DDR von einem Hochwasser heimgesucht, die gesamte Innenstadt von Zwickau wird überschwemmt.
21. – 23.12.1954 Am 21. Sturm mit Orkanböen zwischen 80 und 88 kn an der deutschen und holländischen Küste. Am 23. entwickelt sich über der Nordsee eine von Schottland herangezogene Wellenstörung unter Einbeziehung polarer Luftmassen zum Orkantief (960 hPa), zieht über Jütland zur Ostsee weiter. Orkanböen (86 kn in Bremerhaven), Sturmflut in der Deutschen Bucht (Ems, Jadebusen, Wesermündung), ein Deichbruch.
13./14.08. und 23.08.1956 Tief von Schottland entwickelt sich am 13. über der Nordsee zum Sturmtief (985 hPa) und zieht nach Osten ab. Nordweststurm in der Nordsee, Halligen melden landunter, 18 Menschen ertrinken. Am 23. fordert ein Orkan über Norddeutschland 24 Tote und einige hundert Verletzte. Schwere Sturmschäden.
23.-25.08.1957 Am 24. entwickelt sich ein Tief bei Schottland zum Sturmtief (975 hPa), Schiffe in der südlichen Nordsee melden Windstärke 7-9 Bft. Die für diese Jahreszeit ungewöhnlich starken und sich von den Britischen Inseln bis zur südwestlichen Ostsee erstreckenden Stürme verursachen weitverbreitet Schäden. Schiffe in Seenot, Badeverbot an den Stränden, Halligen landunter, in Wilhelmshaven 40 Meter langer Deich gebrochen.
02.06.1961 Schwere Unwetter, in Niedersachsen schlimmstes Hochwasser seit 100 Jahren. Dezember 1961 Langanhaltende Regenfälle lassen alle deutschen Flüsse über die Ufer treten.
16./17.02.62 Hamburg-Orkan: Ein umfangreiches Tiefdrucksystem verlagert sich vom Seegebiet zwischen Island und Norwegen bis zum Mittag des 16. unter Vertiefung auf 953 hPa nach Mittelschweden und dann ohne Abschwächung bis zur östlichen Ostsee (17., 00 Uhr). Schon am 16. erreicht der Westwind in dem breit gefächerten Warmsektor Windstärke 10 - 11 in der nördlichen Nordsee. Nach Durchgang der Kaltfront dreht der Wind auf NW bis N und erreicht um Mitternacht zur Zeit der regulären Flut über weiten Teilen der Nordsee im Mittel 9 - 10, örtlich 11 Bft. In Nordwestdeutschland brechen über weite Strecken die Deiche. 340 Menschen ertrinken in der Sturmflut in den Gebieten um Hamburg und Oldenburg, 75.000 Menschen werden obdachlos. Es entstehen 2.9 Mrd. DM Sachschaden.
6.11. – 17.12.1973 Serie von Tiefdruckgebieten, die südostwärts von Island zur Ostsee wandern. Nordseestürme aus N und NW verursachen Sturmfluten an den Küsten der Deutschen Bucht, die nur 30 - 60 cm niedriger liegen als 1962. In Hamburg überschreiten 19 Tidehochwasser 3,00 m über NN. Mehrere Schiffe (Fischkutter, Küstenmotorschiffe) gehen samt Besatzung unter.
Januar 1976 Rekordzahl von 15 Sturmfluten an der Küste (6 schwere und 3 sehr schwere).
02./03.01.1976 Capella-Orkan: Tief (bis 968 hPa) verlagert sich von der schottischen Küste bis zur Ostsee. In Berlin schwerer Sturm (Bft 10) 17 Stunden lang. Wellen bis 17 m hoch. Das deutsche Schiff "Capella" aus dem DDR-Heimathafen Rostock sinkt (11 Tote). Schwere Sturmflut. Sie übertrifft die Sturmflut von 1962 in Hamburg um 75 cm (6.45 m über NN). 20 Deiche brechen, 10.000 Menschen in der Region der Deutschen Bucht und der Elbemündung werden evakuiert.
April 1988 Osterhochwasser an der Elbe. Am Pegel Wittenberge werden am Ostersonntag um 19 Uhr 675 cm gemessen, das sind 390 cm über normal.
27./28.08.1989 Tief über Nordwestdeutschland bewegt sich langsam nach Osten und löst in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern Sturm aus Nordost bis 120 km/h und starke Regenfälle (bis 135 mm/24 Std.) aus. Wellen bis 6 m über der Ostsee. Boote werden in Häfen zerstört, mehr als 1000 Bäume entwurzelt. In Wentorf wird der ganze Hafen zerstört und mit ihm über 200 Yachten.
Weihnachten1993 Weihnachtshochwasser im Westen Deutschlands. 25.12.: Pegel Köln 10,63 m.
27./28.01.1994 Orkantief Lore: In Hamburg zweithöchste Sturmflut seit Beginn der Aufzeichnungen, aber nicht so große Schäden wegen guter Vorkehrungen.
Januar 1995 Großes Hochwasser Rhein/Mosel. 30.01.: Pegel in Köln 10,70 m.
04.11.1995 Tiefdrucksystem über Russland ruft kräftigen Nordostwind über der Ostsee hervor. An der westlichen und südlichen Ostseeküste schwerste Sturmflut seit 40 Jahren. Ufernahe Innenstädte unter Wasser. Ostseefähre "Saßnitz" bekommt auf dem Weg von Schweden nach Rügen Schlagseite, nachdem durch Sturm im Laderaum Eisenbahnwaggons umstürzen und LKWs aus der Verankerung reißen.
Juli 1997 Oderhochwasser durch Starkregenfälle. Zuerst intensive Regenfälle 4. – 7.7. Am 17. Juli erreicht die Flut Brandenburg. Mit 6,20 Metern erreicht der Pegel in Ratzdorf eine Höhe, die 4 m über normal liegt. Das Auftreten einer zweiten Episode mit starken Niederschlägen (18. – 21.7.) sorgt für die lange Andauer des Hochwassers, die zur Dauerbelastung der Deiche wird.
04./05.02.1999 Ein umfangreiches Tiefdrucksystem verlagert sich von Island unter Vertiefung auf 950 hPa zur nördlichen Nordsee. Kräftiger WNW-NW-Sturm mit Orkanböen, vor allem über der Nordsee. In Hamburg erreicht die Sturmflut den Hochwasserstand aus dem Jahr 1962, wegen erhöhter Deiche bleiben Schäden allerdings aus, landunter auf den Halligen.
20. – 22.05.1999 Viele Gegenden im Einzugsgebiet von Donau und Bodensee sind von einem Hochwasser betroffen. Ursache: vom 20. – 22.5. Starkniederschläge, gekoppelt mit der Schneeschmelze in Lagen bis 2500 m Höhe.
03./04.12.1999 Tief Anatol zieht über Nord- und Ostsee: Böen bis 180 km/h verursachen schwere Sturmfluten an der Westküste Schleswig-Holsteins. Verbreitet Schäden.
29. – 31.01.2000 Tief Kerstin verlagert sich am 29. mit einem Kerndruck von 940 hPa von nördlich der Färöer über Norwegen ostwärts. Winde erreichen am 30. in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern mit bis zu 130-140 km/h Orkanstärke. Schwere Sturmflut an der Westküste Schleswig-Holsteins. Hohe Verluste an der Vordüne in Sylt. Am 31. erfasst das Starkwindfeld des rasch ostwärts ziehenden Sturmtiefs Liane mit orkanartigen Böen bis 120 km/h nochmals den Bereich. Weitere Schäden.

NIEDERSCHLÄGE

Monat/Jahr Ereignis
10.08.1905 Hagelunwetter in St. Martin. Um 11.15 Uhr zieht über St. Martin ein Gewitter mit Hagelschlag hinweg, das in zehn Minuten die ganze Ernte vernichtet hat. Schloßen, größer als ein Hühnerei, zerschlagen Dachziegel und Fensterscheiben.
18.01.1918 Schweres Unwetter und plötzliche Schneeschmelze (Temperaturen um 12° C) an der Mosel.
25.05.1920 Größte Niederschlagsintensität: Bei Füssen (Allgäu) fallen in 8 Minuten 126 mm.
Mai 1933 Mit 777 mm wird in Oberreute, Kreis Lindau Bodensee die größte Niederschlagshöhe eines Monats in Deutschland gemessen.
10.07.1936 Hagelunwetter (Gewitter) in der Zone Hildesheim-Peine. Hagelspur von 40 km Länge, 7 – 10 km Breite, Hagelkörner bis Hühnereigröße. In den betroffenen Gebieten Vernichtung von 90 – 100 % der Getreideernte, Zuckerrüben entblättert, Obst vernichtet.
1944 Größte jährliche Niederschlagshöhe in Deutschland: Am Purtschellerhaus (Berchtesgardner Land ) fallen über das ganze Jahr 1944 insgesamt 3499 mm.
19.05.1953 Schwere Gewitter über Norddeutschland und Hessen, verheerende Unwetter: Hagelschlag und Wolkenbrüche. Sandsturm in Münster, Schäden von einigen Millionen DM.
01.08.1958 Schwere Unwetter in ganz Deutschland, mehrere Tote, Millionenschäden.
1964 Eines der feuchtesten Jahre in Deutschland, zum Teil mehr als das Doppelte der mittleren Regenmengen, vor allem im Frühjahr und im Herbst.
18.08.1968 Extrem heftiges Hagelunwetter in und um München, schwere Verwüstungen, taubeneigroße Hagelkörner, Straßen cm dick bedeckt.
1970 In Balderschwang (Allgäu) wird die größte lokale jährliche Niederschlagsmenge gemessen: 3503,1 mm.
17.08.1974 Hagelunwetter in den Landkreisen Vechta, Diepholz, Osnabrück. Hagelkörner sollen so groß wie Billardkugeln gewesen sein. Auch in Bayern Hagelunwetter.
1977 Verregneter Sommer.
11. – 30.03.1978 An 20 Tagen in Folge jeden Tag Niederschlag in fester oder flüssiger Form im Nordsaarland.
1978 Juli kühl und nass in Deutschland, Hitzewelle in Italien und Süd-Frankreich.
1980 Sommer kalt und nass. Juli seit 1874 nicht mehr so regenreich, Katastrophensommer, Freibäder schließen.
1981 Regenreichstes Jahr des Jahrhunderts: über Deutschland gemittelte Jahressumme: 995,5 mm.
12.07.1984 Hagelunwetter in Süddeutschland, Schneise der Verwüstung von Stuttgart bis München, 400 Verletzte, ca. 3 Mrd. DM Schäden, von denen nur etwa die Hälfte versichert ist.
1984 Das Wetter spielt 1984 verrückt. Unwetter, Dauerregen im Sommer. Gewitter in ganz Westeuropa. Bei Luft- und Wassertemperaturen um zwölf Grad gibt es viel Platz an den Stränden.
1987 Mit einigen kurzen Ausnahmen im Juli, kühler und verregneter Sommer. Der häufige Regen und die ständig kühlen Temperaturen von höchstens 20 Grad machten den Sommer 1987 zum Alptraum der Freibäder, Eisdielen und Biergärten.
09.07.1989 Nach kurzer Hitzewelle heftige Gewitter, Hagel meterhoch auf den Straßen. Ende Juli erneut heftige Gewitter in Norddeutschland.
21.08.1992 Eine Gewitterfront überquert am 21. und 22. große Teile des Saarlandes und Hessens. In Saarbrücken Hageldecke von 2 cm, Orkanböen von 167 km/h.
Oktober 1998 Rekordniederschläge, vor allem in Südwest- und Süddeutschland. Baden-Baden restlos überschwemmt. Auch in Norddeutschland hohe Niederschläge.
18. – 20.08.2000 Starke Gewitter im Süden und Osten. Hagel in Berlin und Ostbayern in Taubeneigröße.
Original-PDF-Datei vom DWD

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